Petition
Seit rund 15 Jahren erfreuen sich Jung und Alt über das Nebeneinander von weissen und schwarzen Schwänen an den Ufern des unteren Thunersees und auf der Aare in Thun. Entsprechend gross waren im Frühjahr 2005 Aufruhr und Empörung in der Öffentlichkeit, als sich fünf Naturschützer in der Lokalpresse über die „Exoten“ beschwerten, nachdem Schwarzschwäne in freier Wildbahn gebrütet haben. Keines der Jungen überlebte damals. Entweder starben sie eines natürlichen Todes oder weil Dritte sie von Amtes wegen von den Eltern entfernten. Dank der grossen Anteilnahme der Bevölkerung kam es zwischen dem Züchter der Schwäne und dem Jagdinspektorat des Kantons Bern auf Zusehen hin zu einer einvernehmlichen Abmachung: Ein Bestand von ungefähr zehn Schwarzen Schwänen wird bewilligt; die Eier in neuen Nestern werden aber angestochen.
Nun hat ein Schwarzschwanpaar in Thun wieder drei Junge ausgebrütet. Das Jagdinspektorat wird sie, da der Gesamtbestand auf dem Thunersee von ungefähr zehn Tieren eingehalten wird, am Leben lassen. Die „Freunde der Schwarzen Schwäne“ freuen sich über diesen Entscheid und möchten versuchen, dass die Begrenzung des Bestandes an Schwarzschwänen aufgehoben wird. Sie haben eine Unterschriftensammlung in Form einer Petition (Bittschrift) lanciert – und zwar mit folgendem Begehren:
Die Unterzeichnenden bitten den Gemeinderat der Stadt Thun, beim Regierungsrat des Kantons Bern zu erwirken, dass er dem Bundesamt für Umwelt-, Wald und Landschaft (BUWAL) die Empfehlung für eine Bewilligung einreicht. Dies mit dem Anliegen, dass der Schwarzschwan auf dem Thunersee ohne Begrenzung des Bestandes und auf Zusehen hin frei leben und sich vermehren kann. Das Anstechen der Eier soll so gehandhabt werden wie beim weissen Höckerschwan. So, dass auch bei den Schwarzschwänen keine Gefahr einer Überpopulation besteht.
Wir unterstützen das Anliegen der „Freunde der Schwarze Schwäne“:
Patrick Aeschbacher, Präsident Innenstadt-Genossenschaft Thun; Adrian Amstutz, SVP-Nationalrat, Sigriswil; Beat Anneler, Thun; Renate Gloor, Leiterin Info-Center Gunten; Rolf Hauri, Ehrendoktor der Ornithologie, Forst; Ruth Lengacher, EVP-Stadträtin, Thun; Alfred Schmutz, Unternehmer und alt Stadtrat (FDP), Thun; Mathias Tromp, Direktor BLS AG; René Wittwer, alt Stadtrat (SVP), Thun.
Unterzeichnen können alle Personen, unabhängig von Wohnsitz und Stimmrechtsalter.
Unterschriften werden bis am 30. September 2007 gesammelt. Petitionen (unabhängig der Anzahl Unterschriften) bitte an die „Freunde der Schwarzen Schwäne“, p.Adr. Renate Gloor, Pfaffenbühlweg 40, 3604 Thun, einsenden.
Weitere Kontaktpersonen: Rosmarie von Känel, Thun (ab 19 Uhr: 033 336 93 41), Susanne und Kurt Rieder, Steffisburg, (033 437 19 84). An folgenden drei Samstagen wird an einem Infostand im Bälliz Unterschriften gesammelt: Am 28. Juli, am 18. August und am 15. September.